Pursuit

In diesem Teil meiner Homepage geht es um ein Wohnmobil in USA. Dort werden diese Fahrzeuge kurz RV genannt: ´Recreational Vehicle´. Es gibt viele Websites, die sich mit diesem Thema beschäftigen, aber bisher habe ich nur gewerbliche Seiten, Clubs und Reiseberichte gefunden. Wir haben uns im Jahr 2001 ein RV in USA gekauft und benutzen es wie eine Ferienwohnung.

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GeroldDietmar

Sollten sich Gleichgesinnte auf diese Homepage verirrt haben, wäre ein Erfahrungsaustausch per e-mail eine gute Idee! Über den Kauf, die Zulassung und Versicherung und Betrieb eines eigenen Wohnmobils in USA gibt es bestimmt Wissenswertes weiterzugeben. Ich werde in diesem Bereich meiner Homepage berichten, wie ich es hauptsächlich mit Hilfe des Internets und eines Freundes (GEROLD) geschafft habe, mir und meiner Frau den Traum zu verwirklichen.

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erstesRV

Angefangen hat es mit dem Tip eines Kollegen, ein Wohnmobil in Amerika zu mieten und dort im Südwesten eine Rundreise zu machen. Obwohl in meiner Familie keine Camper sind, haben wir es gewagt und bei einem kleinen Verleiher in Los Angeles ein Fahrzeug angemietet. Als Airline-Crewmember ist man Reisen gewöhnt und ein Reisebüro brauchten wir auch nicht. Die Flüge über den Atlantik für vier Personen waren erschwinglich, denn der Firmenrabatt hat die Urlaubskasse geschont.

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ElMonteRV

Mit Annäherung an das Jahr meiner Pensionierung reifte der Entschluss, so ein RV selbst zu besitzen. Eine wichtige Vorrausetzung war erfüllt: meine Frau Petra war auch begeisterte Camperin geworden - allerdings nur mit dem Luxus eines modernen RV's.

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MHsearch

Das Abonnement des amerikanischen MOTORHOME Magazin per Internet war eine große Bereicherung an Infos über RVs, Zubehör, Reiseberichte usw. Eine weitere wichtige Quellen waren die Internetseiten der RV-Hersteller und der Neu-Gebrauchtfahrzeugmarkt: RV Search.

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vierRVs

Es gibt einige Kriterien zu berücksichten, bevor man seine Wahl trifft.
Die Bauart: man unterscheidet Class A, B, C, Trailer und 5th-Wheel. Die Fotos der Dia-Show zeigen den Unterschied. Der Alkoven bei Class C veringert die Fahrzeuglänge deutlich. Einige Modellvarianten sind zu sehen in Dia-Show RV Typen
Die Größe: Unsere Vorgaben waren Platz für 2 Personen und 2 Besucher. Wegen der grossen Frontscheiben hatten wir uns auf ein Class A Modell festgelegt. Bei der Länge war eigentlich 30 Fuss (9m) unsere Obergrenze, da viele State- und Nationalparks Längenlimits haben.

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Schlafzimmer

Die Einrichtung: Lage und Einteilung von Betten, Küche, Esstisch und Wasch-Dusch-Toilettenanlage. Bilder zu unserem Modell siehe Dia-Show RV-Technik
Der Preis: von ordentlichen Gebrauchten bis Supertoll gibt es alles von ca. 20.000$ bis 1.500.000$. Da es einen deutlichen Preissprung bei Diesel-RVs gibt, fiel die Wahl auf ein RV mit Benzinmotor. Dafür sind dann die Benzinkosten etwas höher.
Update Jan 2015: Die Benzinpreise sind auch in den USA von 4$/USG wieder auf ca. 2,30$ gefallen! Hier kann man sich informieren: Gas Buddy

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BankDusty

Durch Zufall stiess ich auf ein RV auf der Internetseite eines Händlers in Florida, welches als Vorjahresmodell um 25% herabgesetzt war.
Ebenfalls im Internet hatte ich eine Bank ausgewählt, die in USA überregional vertreten ist : Bank of America. Das Einrichten eines Kontos mit der Adresse meines Freundes in Florida war problemlos, die Kontoauszüge schickt man sogar nach Deutschland und Zugang per Internet ist auch möglich. Scheckheft und Debitkarte inclusive, damit kann man praktisch überall bezahlen.

bank of america

dusty´s camperworld

Dieses Modell habe ich dann - nach dem O.K. von meiner Frau - gekauft.
Es ist ein Georgie Boy (Coachmen) PURSUIT, Modell 3250, Bj. 2000 mit einem 7.4 Liter, 8-Zyl. Chevrolet Motor mit ca. 290 PS ( 210KW). Das RV wiegt beladen ca. 6,7 To und verbraucht 27 Liter/100KM (9 Ml/per Gal). Es reicht ein deutscher oder amerikanischr PKW-Führerschein!!! Mehr zur Einrichtung und Technik in Dia’s RV Technik.

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Versicherung

Für die Zulassung benötigt der Händler eine Versicherung. Die besorgt man sich bei Versicherungsagenten, die findet man im Telefonbuch, besser noch im Internet. Mit den Daten des Fahrzeuges und möglichst einem amerikanischen Führerschein bekommt man einen Versicherungsschein (Policy). (Prämienzuschlag wenn nur deutscher Führerschein vorgelegt wird!!) Mir hat eine Bestätigung der deutschen KFZ-Versicherung über lange Unfallfreiheit eine etwas bessere Prämie gebracht. Die Bescheinigung gibt es sogar in englischer Sprache, zumindest bei der HUK-Coburg Versicherung. Ich habe - ebenfalls durch Ratschlag meines Feundes in Florida - bei ALLSTATE eine Policy bekommen. Das Besondere ist, dass man die Versicherung nur durch einen Telefonanruf "ruhen" lassen kann, wenn das Fahrzeug für längere Zeit abgestellt ist. Die Prämie reduziert sich dann auf ca. 60%. Das RV bleibt aber versichert gegen Diebstahl, Feuer usw.

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Noch eine Besonderheit: Da in Florida viele Deutsche wohnen, gibt es deutschsprachige Testbögen für den Führerschein, zumindest in Cape Coral, Lee County. Nach 30 Minuten hatte ich das Plastikkärtchen mit Bild verschweisst für 35$ (Gültig für 6 Jahre). Fahrtest nicht nötig! Vorbereitung auf die Fragen kann man zuhause machen: das gesamte Regelwerk kann im Internet nachgelesen werden - so einfach kann das sein!

UPDATE: Zur Zeit (seit 2009) gibt es den amerikanischen Führeschein nicht für mehrere Jahre, sondern nur bis zum Ablauf des Visums! Da wir nur als Touristen mit dem 90-Tage-Visum einreisen ist eine amerikanische Lizenz also sinnlos. Meine Versicherung hat nichts dagegen, dass ich mit deutschen PKW-Führerschein fahre.

Der amerikanische Führerschein hat Bild und eine Adresse (freundlicherweise die von unseren Freunden Diane und Gerold) und damit ist es eine beliebte ID = Identitätskarte. Wenn man dann noch eine Telefonnummer angeben kann, ist man fast ein richtiger "Bürger"der USA

 

Die Anmeldung bei der Zulassungsstelle: DMV Department of Motor Vehicles veranlasst der Händler (gegen Gebühr natürlich) und er gibt eine temporäre Lizenz aus. Das ist ein Stück Papier mit einer grossen Nummer und 1 Monat Gültigkeit, die man ins Rückfenster klebt - so einfach kann das sein! Das Nummernschild und den Title ( = KFZ-Brief) bekommt man zugeschickt.
UPDATE: Der 11. Sep hat auch hier Spuren hinterlassen. Für die Zulassung braucht man eine ordentliche Adresse - sonst gibts Probleme!
In allen Bundesländern der USA gibt es unterschiedliche Verkehrs- und Zulassungsregeln. In Florida ist es relativ simple: kein TÜV, kein Abgastest - nichts!
ACHTUNG: Die jährliche Registrierungsgebühr für Fahrzeuge ist extrem unterschiedlich in den verschiedenen Bundesstaaten. Sie reicht vom 40$ bis 1000$!!!
Das Nummerschild bekommt einen Aufkleber, der immer im Monat des Geburtstages des Halters erneuert werden muss. Die jährliche Verlängerung kann ich online beantragen, mit der Kreditkarte bezahlen und die Papiere werden zugeschickt. Die neue Registration, von der der Sticker abezogen wird, hat alle Fahrzeugdaten und stellt etwa unseren KFZ-Schein dar und muss immer mitgeführt werden.

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Tracker

Und dann musste natürlich noch ein Anhänger sein: Tow Car. Das ist total "in" bei den Campern in USA. Um nicht zuviel Gewicht zu schleppen und gleichzeitig geländetauglich und schönwettertauglich zu sein, fiel die Wahl auf den 2-türigen Chevrolet TRACKER (Lizenzbau von Suzuki). Das Fahrzeug hat Automatik, zuschaltbaren 4-Wheel-Drive und Klimaanlage - was will man mehr? Beim Händler als Gebrauchten gekauft war die Zulassung so wie beim RV.
Das Anhängen wird in der Abteilung Dia’s RV Technik erklärt und würde beim deutschen TÜV wahrscheinlich nur Kopfschütteln erzeugen.

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Beach Parking

So ziehen wir nun durch die USA von einem Nationalpark zum Nächsten. Die State Parks in den einzelnen Bundesländern sind ebenfalls beliebte Ziele.
Und wenn dann nach 8 oder 10 Wochen die Heimat ruft, wird ein Abstellplatz gesucht - die Yellow Pages und das Internet machen es möglich (unter der Abteilung RV&Boat Storage). Zwischen 50$ (ohne Dach) und 250$ (mit Dach) pro Monat Parkgebühr findet man überall Unterstellmöglichkeiten - möglichst in der Nähe vom Flughafen!

Inzwischen haben wir nun bereits 29 Reisen von jeweils 6-10 Wochen im eigenen RV unternommen. Wir waren in den Rocky Mountain States mit einem Abstecher nach Canada und in den Bundesstaaten an den Küsten (Pazifik, Golf von Mexiko und Atlantik). Reiseberichte darüber wären genauso begeisternd wie die, die ich im Internet auf diversen Homepages gelesen habe. Einige Reisebilder sind hier unter DIA-SHOW RV-REISEN zu finden, der Rest ist in einer Privat-Dia-Show für Familie, Freunde und Bekannte. (zu den PRIVAT-Fotos)

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StorageIAH

Bis zum November 2018 haben wir auf 37 Reisen - zusammengerechnet - bereits 6 Jahre und 2 Monat in unserem Wohnmobil verbracht und sind ca. 170.000 km gefahren und zusätzlich noch 70.000 km mit dem Chevy Tracker.

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